Die CPRO STRATEGY war in diesem Jahr erstmals als Forenpartner und Aussteller auf dem Energy Future Leaders Kongress 2025 in Leipzig vertreten. Dieser Kongress, der sich an die Führungskräfte der Energiewirtschaft richtet, befasste sich intensiv mit den zentralen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche. Besonders aufschlussreich waren die zahlreichen Vorträge und hochkarätigen Panel-Sessions, die den Teilnehmern umfassende Einblicke in die wichtigsten Themen der Energiewende gaben.
Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Schwerpunkte und Erkenntnisse, die aus unserer Sicht besonders interessant für unsere Kunden waren:
Energiewende und Netzumbau: Notwendige Anpassungen für die Zukunft
Ein zentrales Thema des Kongresses war die Energiewende, insbesondere der notwendige Ausbau der Infrastruktur. Hierbei wurde deutlich, dass der Ausbau erneuerbarer Energien eng mit der Anpassung der Netzinfrastruktur verknüpft ist. Einige wesentliche Punkte, die diskutiert wurden:
- Stromnetze und Überlandverbindungen: Um die zunehmende Menge an erneuerbarem Strom zu integrieren, müssen die Stromnetze und Überlandverbindungen weiter ausgebaut werden. Besonders in ländlichen Regionen gibt es noch viel Potenzial.
- Gasnetze und Großverbraucher: Für die Anbindung von Großverbrauchern wie Gaskraftwerken und Industrieunternehmen sind Anpassungen der Gasnetze erforderlich. Langfristig wird es auch notwendig sein, diese Netze zu überdenken, da Gas nicht vollständig durch grünen Wasserstoff oder Biogas ersetzt werden kann.
- Endkunden und die zukünftige Netzstruktur: Eine zentrale Herausforderung für die Zukunft der Gasversorgung ist, dass Endkunden voraussichtlich nicht länger in vollem Umfang vom Gasnetz profitieren werden. Grüner Wasserstoff wird vor allem von industriellen Großabnehmern genutzt werden, um CO2-neutrale Bilanzen zu erreichen.
Neue Geschäftsmodelle für Energieversorger: Ein Blick in die Zukunft
Der Kongress stellte auch neue Geschäftsmodelle vor, die von Versorgern entwickelt werden, um ihr Leistungsangebot auszubauen. In den Vorträgen von Stefan Nitschke (Allgäuer Überlandwerke GmbH) und Josef Siligan (LINZ AG) wurden folgende wichtige Ansätze präsentiert:
- Kontrolle der Wertschöpfungskette: Es wurde empfohlen, dass Versorger nur neue Dienstleistungen anbieten sollten, die sie selbst beherrschen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. In einigen Fällen könnte der Kauf lokaler Handwerksunternehmen sinnvoll sein, um die gesamte Wertschöpfungskette zu kontrollieren.
- Regionale Nähe: Die Nähe zum Kunden ist ein entscheidender Vorteil. Versorger sollten Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer regionalen Kunden zugeschnitten sind und auf einem guten Verständnis der lokalen Gegebenheiten basieren.
- Der digitale Raum: Ein weiteres zentrales Thema war die Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Versorger müssen zunehmend „hinter den Zähler" kommen und ihre Leistungen in den digitalen Raum übertragen. CRM-Systeme und -Szenarien waren ein wiederkehrendes Thema in vielen Vorträgen und Präsentationen, da diese eine wichtige Rolle bei der Kundengewinnung und -bindung spielen.
KI-Innovation und Technologie: Neue Möglichkeiten für die Energiewirtschaft
Künstliche Intelligenz (KI) war ein weiteres großes Thema des Kongresses. Die Anwendung von KI in der Energiewirtschaft bietet viel Potenzial, um Prozesse effizienter zu gestalten und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Diskutierte Anwendungsbereiche waren unter anderem:
- Netzmanagement: KI kann helfen, das Stromnetz besser zu verwalten, indem sie Angebot und Nachfrage effizienter aufeinander abstimmt, Ausfälle vorhersagt und die Integration erneuerbarer Energien erleichtert.
- Energiehandel: KI-Algorithmen sind in der Lage, große Datenmengen zu analysieren und Handelsstrategien zu optimieren. Dies kann helfen, Risiken zu minimieren und neue Marktchancen zu identifizieren.
- Prognose von Energiebedarf: KI-basierte Systeme können die Genauigkeit von Energiebedarfsprognosen verbessern, was für die Planung und den Betrieb von Kraftwerken und Netzen von entscheidender Bedeutung ist.
- Kundenservice: KI-gestützte Chatbots und virtuelle Assistenten können den Kundenservice effizienter machen, indem sie schnell und präzise auf Kundenanfragen reagieren und personalisierte Empfehlungen abgeben.
- Anlagenoptimierung: KI kann auch zur Überwachung und Optimierung des Betriebs von Energieanlagen eingesetzt werden, zum Beispiel durch die Analyse von Drohnenbildern zur Identifikation von Schäden. Dies hilft, die Effizienz zu steigern, Wartungskosten zu senken und die Lebensdauer von Anlagen zu verlängern.
- Ein weiterer wichtiger Punkt war die Datensicherheit und der Datenschutz, die im Kontext der KI-Implementierungen intensiv diskutiert wurden. Hier wurde auch erwähnt, dass einige Versorger eigene ChatGPT-basierte Lösungen entwickeln, um den Kundenservice zu verbessern. Diese Technologien erfordern jedoch kontinuierliche Investitionen in Personal und Fachkenntnisse, um langfristig erfolgreich betrieben werden zu können.
Fazit
Der Energy Future Leaders Kongress 2025 in Leipzig bot den Teilnehmern tiefgehende Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen der Energiewirtschaft. Besonders hervorzuheben sind die Themen rund um den Netzumbau, neue Geschäftsmodelle und die Anwendung von KI. Diese Themen sind nicht nur von theoretischem Interesse, sondern haben direkte Auswirkungen auf die Gestaltung der Energiewende und die Entwicklung neuer Geschäftsstrategien.
Für uns als CPRO STRATEGY war der Kongress eine wertvolle Gelegenheit, mit Experten und Branchenführern in Kontakt zu treten und relevante Themen aus erster Hand zu erfahren. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie sich die Energiewirtschaft in den kommenden Jahren verändern wird und welche Chancen sich daraus für Unternehmen und ihre Führungskräfte ergeben. Wir freuen uns darauf, die gewonnenen Erkenntnisse in unsere Arbeit einfließen zu lassen und weiterhin die Entwicklungen in der Branche zu begleiten.



























